Das Ende der „Papier“-Dezentralisierung: Wie EU-Regulierungsbehörden echte DeFi-Besitzer identifizieren werden
Das Ende der „Papier“-Dezentralisierung: Wie EU-Regulierungsbehörden echte DeFi-Besitzer identifizieren werden
Das Ende der „Papier“-Dezentralisierung: Wie EU-Regulierungsbehörden echte DeFi-Besitzer identifizieren werden
Die formale Dezentralisierung verliert ihre Funktion als Schutzschild gegen Regulierung.
Obwohl MiCA keine vollständig dezentralisierten Protokolle abdeckt, entwickeln Regulierungsbehörden der EU und internationaler Organisationen bereits Kriterien zur Bestimmung der tatsächlichen Kontrolle und des tatsächlichen Einflusses.
Die Jurisprudential Consulting Group analysiert, Warum das DAO-Modell kein rechtlicher Schutz mehr istund wie FATF und AMLA die Begünstigten von DeFi-Projekten bestimmen werden.
- das Ende der formalen Dezentralisierung
- Kriterien der tatsächlichen Kontrolle
- Wachstum von AML- und Steuerrisiken
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Warum der Mythos der vollständigen Dezentralisierung nicht mehr funktioniert
In seinen Anfängen beruhte DeFi auf der Annahme, dass das Fehlen einer juristischen Person und eine dezentrale Governance das Projekt von der Regulierung befreien würden.
Die EU-Regulierungsbehörden verfolgten einen anderen Ansatz:
- Nicht die Form wird analysiert, sondern die wirtschaftliche Realität.
- Die tatsächlichen Auswirkungen auf das Protokoll werden bewertet
- Die Kontrolle über die wichtigsten Funktionen wird überprüft.
Wo Einfluss besteht, folgt Verantwortung.

MiCAs Position zu DeFi
Glimmer deutet direkt darauf hin, dass er gilt nicht für vollständig dezentralisierte Protokolle ohne Intermediäre.
Die Schlüsselfrage ist, wie die Regulierungsbehörden den Begriff als Ganzes interpretieren.
MiCA gewährt keine automatische Immunität. Es lässt lediglich Raum für Beurteilungen, der von den Aufsichtsbehörden aktiv genutzt wird.
Die Rolle der FATF bei der Bildung von Kontrollkriterien
FATF hat bereits das Konzept des ausreichenden Einflusses eingeführt.
Ausreichender Einfluss bedeutet:
- Kontrolle über Code-Updates
- Verwaltung von Administratorschlüsseln
- die Möglichkeit, das Protokoll auszusetzen
- Auswirkungen auf die Börsennotierung
- Erlangung wirtschaftlicher Vorteile
Wenn ein solcher Einfluss besteht, verliert das Projekt seine regulatorische Neutralität.
Geldwäschegesetzgebung und supranationale Aufsicht in der EU
Schöpfung GwG bestärkt diesen Ansatz.
AMLA:
- koordiniert nationale Regulierungsbehörden
- bildet einheitliche Kriterien für die Risikobewertung
- konzentriert sich auf versteckte Nutznießer
- analysiert technologische Strukturen
Dies bedeutet, dass DeFi unter dem Gesichtspunkt der Geldwäschebekämpfung und der Kontrolle des wirtschaftlichen Eigentums betrachtet wird.
Warum die DAO kein Rechtsschutz mehr ist
Das DAO-Modell wird oft als formales Argument für das Fehlen eines Eigentümers herangezogen.
Die Regulierungsbehörden bewerten:
- wer hat das Projekt initiiert?
- Wer kontrolliert die Entwicklung?
- wer das Einkommen erhält
- Wer kontrolliert die wichtigsten Parameter?
- wer trifft wichtige Entscheidungen
Weisen die Antworten auf einen begrenzten Personenkreis hin, verliert die DAO ihre Schutzfunktion.
Welche DeFi-Elemente deuten am häufigsten auf Kontrolle hin?
In der Praxis richtet sich die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf Folgendes:
- Multisignatur mit einer begrenzten Anzahl von Unterzeichnern
- Entwicklerteams mit Aktualisierungsberechtigungen
- zentralisiertes Orakel
- Administratorschlüssel
- Stiftungs- oder Kernbeitragende
Jedes dieser Elemente verringert den Grad der tatsächlichen Dezentralisierung.
Warum sich Regulierungsbehörden auf Eigentümer konzentrieren
Das Ziel der Regulierungsbehörden ist nicht die Technologie, sondern die Risiken:
- Geldwäsche
- Finanzierung illegaler Aktivitäten
- Steuerhinterziehung
- Verbraucherschutz
Wenn es eine Person gibt, die Einfluss auf das Protokoll nehmen kann, wird diese als Verantwortliche betrachtet.
Auswirkungen auf DeFi-Projekte in der EU
Für Projekte bedeutet dies:
- steigendes Risiko der Qualifizierung als VASP oder CASP
- Anwendung der Geldwäschebekämpfungs- und Steuervorschriften
- Interesse der Aufsichtsbehörden
- Schwierigkeiten mit Banken und Infrastruktur
- möglicher Verlust des Zugangs zum EU-Markt
Die formelle Auflösung einer juristischen Person löst diese Probleme nicht.
Warum dieser Trend unumkehrbar ist
Die EU-Regulierungsbehörden bewegen sich in Richtung:
- funktionaler Ansatz
- Analyse der Auswirkungen, nicht der Form
- durchgängige AML-Überwachung
- Integration von DeFi in das Mainstream-Finanzsystem
Dies steht im Einklang mit der globalen Position der FATF und der OECD.
Was bedeutet das für den DeFi-Markt?
Langfristig:
- Die Illusion eines regulatorischen Vakuums verschwindet.
- Projekte sind gezwungen, Modelle zu überarbeiten.
- Die Rolle der Compliance nimmt zu
- DeFi wird institutionalisiert
Der Markt verlagert sich von Ideologie hin zu stabilen Rechtsstrukturen.
Ergebnis
Die Dezentralisierung auf dem Papier bietet keinen Schutz mehr vor EU-Regulierungen.
MiCA, FATF und AMLA legen Kriterien fest, anhand derer DAOs und DeFi-Projekte im Hinblick auf tatsächliche Kontrolle und Einflussnahme beurteilt werden.
Die Schlüsselfrage für Projekte ist nicht, wie man sich hinter Dezentralisierung verstecken kann, sondern Wie man den Regulierungsstatus und die Risiken richtig einschätzt.
Rechtswissenschaftliche Beratungsgruppe unterstützt DeFi- und Kryptoprojekte bei MiCA, AMLA, FATF und der Strukturierung und hilft ihnen so, sich an die neue regulatorische Realität der EU anzupassen.
